Kartenlegen mit Skatkarten

Kombinationen der Neuzeitkarten

Die Häuser

Wir haben jetzt die einzelnen Karten auf Grund ihrer Lage gedeutet und miteinander kombiniert. Es steht aber noch ein weiteres Deutungselement zur Verfügung, mit dem wir unsere gewonnenen Erkenntnisse weiter verfeinern werden. Jedes Feld in unserem Legeschema, auch Haus genannt, entspricht einer besonderen Färbung. Wir haben also 32 Häuser mit einer (Hinter-)Grundaussage, die wir nun mit der Karte die durch ihre Auslegung dieses Haus besucht verknüpfen können.
 

Hierbei behalten wir die bis dahin gewonnenen Deutungsaussagen im Hinterkopf und kombinieren aus diesem Hintergrund heraus, denn die Häuser sollen uns ja ergänzende Hinweise liefern.

Die 32 Häuser besitzen folgende Grundbedeutung:

häuser1

Für unsere Beispiellegung ergeben sich nun folgende Kombinationsaussagen:

hausdeutung

Nun haben sich die noch oben offenen Fragen beantwortet.

Wir erkennen, daß das Kartenbild uns eine Geschichte erzählt die aus folgenden Hauptkomponenten besteht:

  • Amtliche Mitteilung über einen Todesfall; ältere Frau zu der zumindest von Seiten des Partners der Klientin eine räumliche/emotionale Distanz besteht
  • Erbschaft; aller wahrscheinlich nach wird (auch?) das Kind der Klientin in einem Testament/einer Verfügung bedacht
  • Streit innerhalb der Familie ums Erbe durch Mißgunst und Neid. Treibende Kraft könnte dabei wohl ein weibliches Familienmitglied sein. Dies täuscht Freundlichkeit vor und versucht zu täuschen
  • Ein etwaiger Rechtsstreit ums Erbe besitzt gute Aussichten auf Erfolg
  • Das Testament könnte als eine Art Wiedergutmachung verfügt worden sein.
  • Es besteht die Möglichkeit, daß die Klientin und/oder ihr Partner im Nachhinein bedauern würden, nicht vorher noch mal einen Kontakt (vielleicht eine Versöhnung) zu der besagten Person aufgenommen zu haben.
  • Die Distanz zwischen der älteren Frau und dem Partner der Klientin scheint jedoch sehr tief begründet zu sein, die Klientin sollte ihn deshalb nicht aus moralischen Gründen überfordern und zu etwas drängen, was er eigentlich gar nicht will.

Dabei möchte ich die Deutung nun belassen, da sich alles andere aus dem Beratungsgespräch selbst ergibt und ich die Anonymität der Klientin bewahren will.

 

An dieser Stelle möchte ich noch allgemein etwas zu dieser Beispiellegung Stellung beziehen.

Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Thema dieser Kartenlegung mit das heikelste, welches uns begegnen kann. Einige von ihnen werden nun vielleicht die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben und gedacht haben: „Wie kann sie nur....“. Nun - sie kann ;).

In vielen Büchern wird dieser Fall einfach umgangen, totgeschwiegen oder gesagt, darüber reden wir in einer Deutung nicht. Aber -, es gehört zum Leben und spätestens wenn Sie Kartenlegen als Beruf ausüben, werden Klienten zu Ihnen kommen, bei denen Kartenbilder mit derartigen Aussagen auftauchen.

Wie wollen Sie dann vorgehen?

Die Karten einfach wieder hastig zusammenlegen und sagen: „Sorry, ich kann für Sie die Karten nicht legen ....?“ DANN, haben Sie meiner Meinung nach verantwortungslos gehandelt, denn Ihr Klient wird total verunsichert und ängstlich Ihr Büro verlassen.

Oder wollen Sie die Karten deuten, ohne dieses Thema anzuschneiden? Meiner Meinung nach würden Sie dann das Vertrauen, das der Klient Ihnen schenkt mißbrauchen. Dies ist natürlich Ansichtssache, aber ich denke der Klient verläßt sich darauf, daß ihm alles gesagt wird, was „ansteht“ und was Sie sehen. Unter welchen Gesichtspunkten wollen wir eine Auslese treffen: Das sag ich – das nicht, das ist wichtig für ihn, das laß ich weg....... Steht uns eine solche Auswahl zu?

Außerdem „schreit“ obiges Kartenbild ja geradezu dieses Thema heraus. Über was anderes sollten wir da reden?

Ich denke wir müssen unseren Klienten gegenüber ehrlich sein, damit wir den von uns gegebenen Vertrauensvorschuß auch verdienen. Und zur Ehrlichkeit gehört für mich eben auch, keine Auswahl zu treffen.

Allerdings muß ich ebenso meiner Verantwortung dem Klienten gegenüber gerecht werden und habe z.B. zu beachten, wie belastbar er im Moment ist; wie ich die Nachricht verpacke, also die Art und Weise wie ich es sage; wie dringlich es ist; wie der Gesamtkontext aussieht; welche Hilfe ich anbieten kann usw.

Im obigen Fall, war mir die Klientin und die gesamte Familiensituation schon länger bekannt. Die lebensbedrohende Erkrankung lag vor und das Ende für die betreffende Person als Erlösung zu betrachten. Dies erleichterte natürlich die Beratung.

Es ist immer eine spezielle Gradwanderung bei Derartigem und unsere oberste Maxime sollte es sein, dem Klienten durch diese Zeit so gut es geht zu helfen. Ehrlichkeit gehört meiner Meinung nach dazu.

Und ich möchte Sie bitten in Ihre eigenen diesbezüglichen Überlegungen auch mit einzubeziehen, daß es keine Zufälle gibt. Der Klient kommt zu Ihnen, weil er in diesem Moment etwas erfahren soll und weil gerade SIE ihm helfen können. Vertrauen Sie der höheren Fügung und sehen Sie es als einen Auftrag an, Ihrem Gegenüber so gut wie Sie es können zu helfen. Mit einer solchen inneren Einstellung wird Ihnen dies auch gelingen, denn Sie sind nie allein ;).

Ach ja-, Sie wollten ja noch wissen, warum ich gerade eine solche Legung in den Kurs eingefügt habe. Nun-, es sollte so sein. Ganz freiwillig war es nicht und ich habe auch erst innerlich geknöttert. Nach etwas Überlegung dachte ich aber: Ja- , stimmt... es gehört ja dazu.

Wenn es darum geht wie ich einen Kurs aufbaue, in welcher Art und Weise, dann meditiere ich darüber und wenn es darum geht eine Auswahl zu treffen, führe ich sehr oft eine Art „kosmischen Dialog“ und lasse es mir anzeigen. Nun also-, es sollte halt so sein. ;)       

Ergänzende Legungen mit dem "Großen Blatt"

Ergänzungslegungen zum "Großen Blatt" können mitunter wichtige zusätzliche Informationen bringen, denn nicht immer spricht das Kartenbild eine so eindeutige Sprache wie in unserem Beispiel. Oftmals beinhaltet es verschiedene kleine Geschichten und wir sind für jeden weiteren Hinweis dankbar.

Für unsere Beispiellegung benötigen wir keine weitere Legungen, diese würden nur die gleichen Aussagen wiederholen und die Kartensitzung unnötig verlängern. Es ist nicht nötig, immer alle Möglichkeiten und Varianten durchzulegen. Wenn wir intuitiv wissen, was uns die Karten mitteilen wollten und wir dies erkannt haben, dann ist es genug.

Das Aufdecken zu 8 Kartenpaaren

  • Aufnehmen der letzten Kartenreihe, also Karte 25 – 32
  • Mischen dieser Karten
  • Auflegen auf 8 wichtig erscheinenden Karten innerhalb des Kartenbildes, über die wir mehr erfahren wollen

 

 

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